Die Kathedrale „La Seu“ von Palma

Die Kathedrale von Palma wurde ab dem Jahr 1230 erbaut, wo die Grundsteinlegung erfolgte. Sie befindet sich in der spanischen Hafenstadt Palma der Hauptstadt der Beleareninsel Mallorca. Sie ist die Bischofskirche des Bistums Mallorca und hat ein imposantes Erscheinungsbild, das sich wirklich sehen lassen kann. Im Volksmund wird sie oft auch nur „La Seu“ genannt, was so viel bedeutet, wie „Bischofssitz“. In diesem Artikel beschäftigen wir uns näher mit der Kathedrale „La Seu“.

Die Austattung der Kathedrale

In der Kathedrale „La Seu“ von Palma befindet sich eine große Orgel, die das Werk des Mallorquiners Gabriel Tomás ist. Er lebte im ausgehenden 18. Jahrhundert. Zuletzt wurde die Orgel im Jahr 1993 restauriert. Außerdem befindet sich in der Kathedrale ein Museum. Es ist in zwei Kapitelsälen und im Erdgeschoss des Glockenturms untergebracht und wurde im Jahr 1932 eingerichtet. Insgesamt befinden sich in dieser Kirche 9 Glocken, die aus fünf Jahrhunderten stammen. Das Geläut nimmt eine wichtige Bedeutung unter den europäischen Bischofskirchen ein. Die große Glocke wird N´Aloi gennant und wird nur zu speziellen festlichen Anlässen geläutet. Sie wiegt rund 4.600 Kilogramm und hat einen Durchmesser von 2 m.

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Spezielle architektonische Merkmale der Kathedrale

Die Kathedrale „La Seu“ wurde auf einer Klippe erbaut, die aus dem Meer herausragt. Also war diese Kirche die einzige gotische Kathedrale, die sich im Meer spiegelte. Auch heute noch spiegelt sich „La Seu“ im Wasser eines künstlich angelegten Salzsees. Diese spezielle Eigenschaft ist ein wichtiges charakterliches Merkmal des Baus.

Weitere architektonische Merkmale:

  • die Kathedrale wurde in der Form einer dreischiffigen Basilika errichtet
  • das Kopfende der Basilika wird von einer in drei kleinere unterteilten Apside abgeschlossen
  • das Hauptschiff der Kirche ist 43,30 Meter hoch und 19,30 breit
  • die beiden Seitenschiffe haben eine Höhe von 29 Metern bei einer Breite von 10 Metern
  • das Innere des Baus vermittelt ein großes Gefühl von Weiträumigkeit
  • die Architektur der Kathedrale ist durch eine strukturelle Leichtigkeit geprägt
  • die Kirchenschiffe werden nur durch 14 Säulen voneinander getrennt
  • die Eigenschaft der Schwerelosigkeit wird verstärkt durch die spezielle Wirkung des Lichts
  • der Bau wird „Kathedrale des Lichts genannt“

Spezielle Lichtphänomene in der Kathedrale „La Seu“

Insgesamt 2 Mal im Jahr tritt in der Kathedrale „La Seu“ ein Lichtphänomen auf. An diesen beiden Tagen spielt sich morgens ab 8 Uhr ein einzigartiges Lichtschauspiel in der Kirche ab. Dabei durchdringt das Licht der aufgehenden Sonne die große Rosette der Kathedrale. Dabei wird das Spiegelbild der Rosette auf die gegenüberliegende Wand projiziert. Dabei wird eine zweite Rosette geformt. Dieses Phänomen wird auch „Lichtspiel der Acht“genannt. Die Acht ist eine in der Symbolik der christlichen Tradition sehr bedeutungsträchtige Zahl. Dieses attraktive Schauspiel zieht alljährlich zahlreiche interessierte Besucher in die Kathedrale, die bei diesem wichtigen Ereignis mit dabei sein wollen.

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